
Das Café de l’Industrie war bis auf den letzten Platz gefüllt, als der Solothurner Autor und Wortakrobat Reto Stampfli sein neues Buch «Zack bumm» vorstellte. Mit dem Satz «Am Anfang war das Wort» eröffnete er eine lebendige Reise von Madagaskar bis ins tiefste Maggiatal – humorvoll, überraschend und oft zum Schmunzeln. Stampfli versteht es meisterhaft, sein Publikum mitzunehmen: Mit lautmalerischen Szenen aus dem Kinderkrippen-Alltag, scharfen Beobachtungen aus dem täglichen Leben und witzigen Zwischenrufen, die er sogar aufs Fussball-Live-Resultat des Abends abstimmte. Die Gäste hörten ihm gebannt zu, lachten herzlich und staunten über die sprachlichen Pointen des «Solothurner Originals».
Seine Geschichten in diesem Werk – gesammelt zwischen 2015 und 2025 und im Knapp-Verlag erschienen, zeigen, wie viel Kraft im einfachen und präzisen Wort liegt. Stampfli bezeichnet sich selbst als Wort-sammler und erinnerte mit einem Zitat von Peter Bichsel daran, warum Menschen Geschichten brauchen: Weil sie uns begleiten, berühren und manchmal durchs Leben tragen. Der Applaus am Ende des Anlasses veranschaulichte sehr eindrücklich: Wir haben neue Geschichten gehört und geschenkt bekommen.